Das Thema der optimalen Wundversorgung ist in ein weites Spektrum gegliedert.
Wir versuchen die unterschiedlichen Aspekte für Sie möglichst kompakt und übergreifend zusammenzustellen

Grundsätzlich ist eine Wunde stets eine Verletzung der äußeren Hautareale. Diese können zum Bespiel Schnittwunden, Platzwunden, Abschürfungen oder Bissverletzungen sein.
Dabei gilt zu beachten, dass bei einer frischen Wunde die Primärversorgung im Vordergrund steht, während bei einer bereits älteren, infizierten oder schlecht heilenden Verletzung die sogenannte Sekundärversorgung zum Einsatz kommt.

Kann ich eine Wunde selbst versorgen?

Je nach Einschätzung von Schweregrad und Folgegefahr der Verletzung kann eine kleine, einfache Wunde durchaus selbst behandelt werden.
Gerade bei oberflächlichen Schürfwunden und Kratzern ist eine Abheilung unter Beachten folgender Punkte auch in Eigenregie möglich:

  • Reinigen Sie die Wunde gründlich unter warmem Wasser, bestenfalls anschließend mit einer geeigneten Wundspüllösung.
  • Entfernen Sie während der Reinigung vorsichtig grobe Schmutzpartikel mit einer sterilen Pinzette.
  • Begutachten Sie die Wunde auf Tiefe und Stärke der Blutung.
  • Ist die Wunde oberflächlich, gut gereinigt und blutet diese nicht zu lange, kann sie anschließend an der Luft trocken ausheilen, oder zum Schutz mit einem Pflaster abgedeckt werden.
  • Behalten Sie die Wunde in jedem Fall im Auge. Bei Entzüngungszeichen wie Rötungen, Schwellungen, Wärme oder gar Anzeichen einer beginnenden Sepsis, charakteristisch zu erkennen durch einen rötlichen, von der Wunde wegwandernden Strich, sollte umgehend ärztliche Hilfe hinzugezogen werden.

Sollte sich die Wunde entzünden, oder zuvor schon ein erhöhtes Risiko der Infektion, beispielsweise bei einem Tierbiss, vorhanden sein, ist die fachmännische Behandlung durch einen Arzt unerlässlich.

Primäre Wundversorgung:

Eine Wunde, die nicht älter als 6 Stunden ist, wird vom Arzt vorab gründlich gereinigt, desinfiziert und anschließend, je nach Schwere und Tiefe, genäht, geklammert oder mit speziellem Gewebekleber, wahlweise auch Pflasterstreifen, geklebt.
In der Regel heilt die Verletzung daraufhin innerhalb weniger Wochen vollständig ab. Während dieser Zeit wird die Wundheilung regelmäßig vom behandelnden Arzt begutachtet und die Behandlung gegebenenfalls angepasst.

Sekundäre Wundversorgung:

Die sekundäre Wundversorgung findet Anwendung bei chronischen Verletzungen, die schon über einen längeren Zeitraum bestehen und unter Anderem infiziert sind, schlecht abheilen und zur weiteren Behandlung offen bleiben müssen.
Hierbei wird das betroffene Areal vom Arzt gründlich desinfiziert und von altem, nekrotischem Gewebe befreit um frische und gesunde Wundränder zu schaffen.
Der endgültige Verschluss findet erst nach vollständigem Abklingen der Infektion durch mehrmalige Spülungen und Wundreinigungen statt.

Geeignete Produkte zur Wundversorgung in Praxis und Klinik, aber auch für die häusliche Notfallapotheke, finden sich in unserem Sortiment beispielsweise von der Firma MaiMed.

Vlieskompressen steril / unsteril:

Sie dienen in erster Linie zur äußeren Wundversorgung bei sezernierenden und verunreinigten Wunden. Sie absorbieren Blut und Wundsekrete und finden in Bereichen der Ersten Hilfe, sowie im Ambulanzbereich und auf der Station Anwendung.
Je nach Anforderung sind sie steril und unsteril, jedoch sterilisierbar, erhältlich.
Das Material, bestehend aus Viskose und Polyester ist weich, sehr saugfähig, hautverträglich und luftdurchlässig.

Mullkompressen steril / unsteril:

Den Vlieskompressen ähnlich haben Mullkompressen den gleichen Einsatzbereich, sind jedoch aus 100% Baumwolle und hierdurch weicher und ergeben durch die eingeschlagenen Schnittkanten eine reizarme Anwendung.
Sie sind ebenfalls steril und unsteril erhältlich.

Schlitzkompressen steril / unsteril:

Mit den gleichen Eigenschaften wie die vorabgenannten Kompressen sind die Schlitzkompressen durch die zusätzlich Einkerbung besonders zur Wundversorgung von Drainagen, Kanülen bei Dialysen, Tracheotomien und Extensionen nach Frakturen geeignet.

Saugkompressen unsteril:

Die sterilisierbaren Saugkompressen aus Vliesstoff mit Zellulosefüllung sind rundum geschlossen, nicht wundhaftend und sehr saugfähig.
Sie werden zum Aufpolstern von Verletzungen, sowie zur  äußeren Wundversorgung stark sezernierender Wunden genutzt und schützen durch ein spezielles Außenvlies Wäsche und Kleidung vor Verschmutzung durch Wundsekrete.

Mulltupfer steril / unsteril:

Die MaiMed Mulltupfer sind gebrauchsfertige Schlinggazetupfer aus einem Mullzuschnitt in saugfähiger, 100%iger Baumwolle. Die Schnittkanten sind hierbei sicher ins Innere verschlungen.
Sie sind steril und unsteril erhältlich und können ebenfalls nachträglich sterilisiert werden.
Anwendung finden Sie  bei der äußeren Wundversorgung, Wundreinigung, Blutabsorbtion und Sekretaufnahme, sowie zur Hautdesinfektion in Ambulanz und auf Station.

Bauchtücher unsteril:

Nach Sterilisation der unsterilen Bauchtücher sind diese zur chirurgisch invasiven Absorption von Blut und Sekret im OP-Bereich, sowie speziell zum Zurückhalten und Fassen von Organen geeignet.
Mit einer Schlaufenlänge von ca. 30 cm bestehen die Tücher aus 100% Baumwolle, sind vorgewaschen und haben einen eingenähten Röntgenkontrastchip (RÖKO-Chip).

Polsterbinden:

Das hautverträgliche Vlies der MaiMed Polsterbinden ist aus 100% Polyesterfasern, latexfrei und ohne chemische Bindemittel. Die Binden sind sterilisierbar und dienen der Unterpolsterung von starren und halbstarren Verbänden, zum Beispiel Gips- oder Zinkleimverbände.

Fixiervlies stretch:

Zur äußeren, großflächigen, elastischen Verbandfixierung ist das MaiMed Fixiervlies stretch optimal geeignet.
Aus 100% Polyester mit Polyacrylat-Kleber ist es latexfrei, hypoallergen, atmungsaktiv und anschmiegsam, wodurch es sich auch an stärker konturierte Körperpartien gut anpassen kann.

Fixierfolie stretch:

Im Gegensatz zum durchgängig weißen Fixiervlies ist die Fixierfolie, bestehend aus Polyurethan-Folie mit Polyacrylat-Kleber, transparent, sowie Keim- und wasserdicht. Trotz dessen bleiben die atmungsaktiven und anschmiegsamen Eigenschaften erhalten. Die Folie ist ebenfalls latexfrei und für sensible und konturierte Köperareale geeignet.

Rollenpflaster:

Dieses weiße Heft- und Fixierpflaster auf der Rolle ist latexfrei, bestehend aus hautfreundlichem Kunstseidentaft mit Polyacrylat-Kleber. Es ist längs, sowie quer reißbar und findet Anwendung bei der Fixierung von Kompressen, Binden, Venenkathetern, Kanülen, Ernährungs- und Luftröhrenschläuchen, Drainagen, sowie Sonden- und Wundverbänden.

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