Temperaturen über 30 Grad, zum Teil lange Transportwege und unterbrochene Kühlketten – Viele Konsumenten von Trinknahrung machen sich in den heißen Monaten zu Recht Sorgen über die Aufbewahrung und Haltbarkeit Ihres Lieblingsproduktes. So liegt der Gedanke nah, dass die Nahrung umso höher das Thermometer steigt und umso länger sich die Ware in Zustellung befindet auch umso schneller verdirbt. An dieser Stelle kann aber Entwarnung gegeben werden.

Die optimalen Lagerungsverhältnisse

Die meisten Hersteller hochwertiger Trinknahrungen beschreiben die optimalen Lagerverhältnisse für ihre Produkte als kühl und trocken, als perfekte Raumtemperatur zur Aufbewahrung werden 15-25 Grad Celsius angegeben. Diese Bedingungen konstant aufrecht zu erhalten, zum Beispiel wenn man seine Nahrung in Onlinehandel bestellt und sich diese in Zustellung befindet, ist kaum möglich.

Die gute Nachricht für den Konsumenten ist aber: Die Trinknahrung hält auch nicht optimale Lager- und Transportbedingungen über einen längeren Zeitraum aus. So hält sich Trinknahrung bei Temperaturen bis 40 Grad im ungeöffneten Zustand bis zu einem Monat problemlos. Direkte Sonneneinstrahlung sollte bei der Lagerung aber unbedingt vermeiden werden.

Veränderungen bei Hitze

Trotzdem sich Trinknahrung im ungeöffneten Zustand auch bei höheren Temperaturen halten, treten doch bei vielen Sorten leichte – wenn auch gesundheitlich meist unbedenkliche – Veränderungen auf.

So bedingt die Lagerung bei stark erhöhten Raumtemperaturen meist eine Farbveränderung der Trinknahrung: Diese wird durch Wärme dunkler. Auch ein Absinken des pH-Wertes sowie ein beschleunigter Vitaminabbau kann nachgewiesen werden. Eine Veränderung der Konsistenz ist zumeist aber nicht der Fall.

Aus der Flasche oder aus dem Glas?

Auch wenn flüssige Trinknahrung zum direkten Verzehr aus dem Fläschchen geeignet ist, ist hier in den heißen Sommermonaten Vorsicht geboten. Durch den Kontakt mit der Schleimhaut wird die Trinköffnung zum idealen Nährboden für das Wachstum von Mikroorganismen, bedingt durch die warmen Außentemperaturen beschleunigt sich dieser Prozess noch. In der Folge verdirbt die Nahrung tatsächlich schneller und bei zum Beispiel besonders geschwächten Konsumenten erhöht sich das Risiko einer Infektion. Als schnelle und unkomplizierte Lösung bietet sich hier das Trinken aus einem Glas an. Wird der Direktgenuss aus dem Fläschchen bevorzugt, sollte darauf geachtet werden angetrunkene Nahrung rasch, d.h. binnen 8-12 Stunden aufzubrauchen und diese stets kühl zu halten.

Kühlung sollte immer sein

Zwar ist die Lagerung von Trinknahrung bei höheren Temperaturen weniger problematisch als vielleicht ursprünglich gedacht, auf ausreichende Kühlung sollte nach Möglichkeit dennoch geachtet werden. Dies gilt für ungeöffnete, aber vor allem für geöffnete Produkte. Diese müssen in jeden Fall im Kühlschrank aufbewahrt und innerhalb von 24 Stunden aufgebraucht werden, beim direkten Verzehr aus dem Fläschchen sogar schneller.

Ansonsten gilt wie bei jedem anderen Lebensmittel: Vertrauen Sie Ihrem eigenen Geruchs- und Geschmackssinn!

Riecht die Nahrung verdorben, schmeckt sie nicht wie gewohnt oder hat sich die Konsistenz stark verändert ist in vom Verzehr dringend abzuraten.

Speiseeis aus Trinknahrung

Eine besonders erfrischende Alternative zur gut gekühlten Trinknahrung im Sommer ist selbstgemachtes Speiseeis aus der süßen Lieblingsorte. So können viele Trinknahrungen zum Beispiel einfach in Förmchen umgefüllt und eingefroren werden. Alternativ kann Milch im bevorzugten Speiseeisrezept durch die Zugabe von Trinknahrung ersetzt werden – so erhält man eine wunderbar angereicherte Eisvariation.  Wenn es mal schnell gehen muss kann das fertige Speiseeis schlicht mit der Lieblingstrinknahrung aufgemischt werden und ist sofort servierfertig.

Quellen: Fresenius Kabi, Nutricia, HiPP, Universitätsklinikum Freiburg-Leitfaden zum Einsatz von Trinknahrung, wikipedia

 

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