Microbiologist inspecting petri dish, observing bacteria growth

MRSA steht für Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus, eine Bakterienart des Staphyloccocus aureus, welche eine Resistenz gegen die meisten Antibiotika, insbesondere Methicillin, aufweisen.

Aufgrund dieses spezifischen Merkmals ist es nicht verwunderlich, dass MRSA bevorzugt in Umgebungen siedeln, in welchen häufig Antibiotika zum Einsatz kommen, beispielsweise in Kliniken und Krankenhäusern.
Der häufige, kurzzeitige Kontakt der verschiedenen Antibiotika mit dem jeweiligen Erregerstamm sorgt im Zuge des Überlebens dieser für eine Anpassung an die antibiotische Zusammensetzung des Medikaments.
Hieraus begründet sich auch die Faustregel ein Antibiotikum stets auch nach Abklingen der Symptome bis zum Behandlungsende weiter einzunehmen, um den kompletten Bakterienstamm auszulöschen.

Die Bakterien siedeln grundsätzlich nahezu immer auf Haut, Nasenvorhof, Rachen, Leisten und Achseln des Menschen an, ohne eine Krankheit auszulösen.
Erst wenn sich eine Eintrittspforte in Form einer Wunde oder Ähnlichem findet, kommt es in der Regel zum Ausbruch der ersten Symptome.
Ist es einmal zu einer akuten MRSA Infektion gekommen kann sich eine Behandlung als schwierig herausstellen und zu größeren Komplikationen im weiteren Krankheitsverlauf führen.

Wie wird MRSA übertragen?

Grundsätzlich können diese Erreger, wie jede andere Bakterieninfektion, im direkten Kontakt von Mensch zu Mensch, sowie Tier zu Mensch, übertragen werden, wobei es sich bei Letzterem in der Regel um Nutztiere handelt. Besondere Risikogruppen sind vor allem Patienten mit einem nicht intakten Abwehrsystem, möglicherweise geschwächt durch eine chronische Krankheit oder eine vorangegangene Wunde, sowie Menschen mit künstlichen Öffnungen des Körper nach außen, beispielsweise durch Trachealkatheter.
Bei der Übertragung von Mensch zu Mensch können sowohl MRSA-Erkrankte, als auch bloße MRSA-Träger ansteckend sein.
Auch der Träger selbst kann die angesiedelten Erreger beispielsweise aus der Nase an eine andere Körperstelle mit einer offenen Wunde übertragen und sich damit selbst infizieren.

Des Weiteren kommen für eine Ansteckung auch kontaminierte Alltagsgegenstände in Betracht.
Besonders auf Oberflächen aus Plastik und Edelstahl bleiben die Keime sehr gut haften und überleben dort bis zu 7 Monate.
Es wird jedoch angenommen, dass direktes Sonnenlicht oder künstliche UV-Strahlung diese Überlebensdauer durch Verringerung der Widerstandsfähigkeit gegenüber Umwelteinflüssen verkürzt. Eindeutig belegt ist diese Theorie allerdings noch nicht.

Was passiert nach dem Ausbruch der Krankheit?

Je nach Art der Erkrankung können sich unterschiedliche Symptome manifestieren.
Zu den häufigsten gehören:

Entzündete, oft eitergefüllte Hautareale.

Infizierte Wunden, oft auch nach Operationen.

Organleiden, beispielsweise Harnwegsinfektionen und Lungenentzündungen

Blutvergiftung (Sepsis)

Wird eine MRSA Infektion diagnostiziert kann meist mit einem entsprechenden Reserve-Antibiotikum eine wirksame Therapie eingeleitet werden.

Für den Therapeuten selbst sind besondere Schutz– und Hygienemaßnahmen wichtig, um sich selbst und Dritte nicht mit den Bakterien zu infizieren.
Es gibt im Handel ebenfalls spezielle Haut- und Flächendesinfektionsmittel, welche MRSA spezifisch wirken.
In unserem Shop finden Sie hierzu das Flächendesinfektionsmittel MyClean FD, sowie das Händedesinfektionsmittel Alcoman und das Produkt Gentle Med, eine MRSA wirksame Waschlotion.

Vorbeugen ist besser als Heilen:

Der beste Selbstschutz um eine Ansteckung zu vermeiden ist eine gründliche Händehygiene mit Wasser und Seife, sowie die Verwendung ausschließlich eigener Bade- und Hygieneartikel.

Auch sollte ein enger Körperkontakt zu Menschen mit offenen Wunden weitestgehend vermieden, oder nur mit spezieller Schutzkleidung praktiziert werden.

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