Eine gründliche und regelmäßige Desinfektion von Flächen im Hygienebereich, beispielsweise in Krankenhäusern, medizinischen Einrichtungen, Praxen oder Großküchen, ist unerlässlich und unterliegt in Deutschland genau vorgegebenen Standards.

Hierbei findet eine grundliegende Unterteilung in drei Hauptkategorien statt:

Laufende Desinfektion:

Diese dient der routinemäßigen Vorbeugung von Kontamination und Verbreitung. Erreger und Keime werden kontinuierlich auf ein geringes Maß reduziert und damit in Schach gehalten. Lediglich spezifische Erregertypen, welche ein spezielles Desinfektionsmittel zur wirksamen Bekämpfung benötigen, können hierdurch nicht immer abgedeckt sein.

Gezielte Desinfektion:

Sie ist die nächste Stufe, wenn ein besonderes Risiko durch Ansteckung vorliegt. Ist ein spezifischer Erregerstamm im Spiel, oder besteht eine erkennbare Kontamination von Flächen durch Körpersekrete, Ausscheidungen oder Blutmengen, werden diese gesondert mit dem entsprechenden Desinfektionsmittel gereinigt und desinfiziert.

Schlussdesinfektion:

Verstirbt ein infizierter oder erregerbelasteter Patient, oder wird dieser verlegt, erfolgt eine Desinfektion aller erreichbaren Oberflächen im Bereich der möglichen Kontamination.
Dies dient dem Schutz der anderen Patienten und Bewohner, sowie des Personals.

Wie desinfiziere Ich richtig?

Als oberste Grundregel gilt die Beachtung der Herstellerhinweise auf dem Produkt. Besonderes Augenmerk ist hierbei auf die jeweilige Einwirkzeit zu legen, damit die gewünschte Wirkung sicher erzielt wird.
Ist eine Fläche grob verschmutzt, sollte diese vorerst mit einem, in Desinfektionsmittel getränktem, Einwegtuch nass gewischt und anschließend gezielt desinfiziert werden. Wichtig ist zudem stets angemessene Schutzkleidung in Form von Handschuhen zu tragen, um die Haut vor Kontamination und Reizungen durch die Inhaltsstoffe des Mittels zu schützen.

Eine gesonderte Vorgehensweise ist in Arbeitsbereichen der Lebensmittelbranche notwendig. Hierbei sollten nach vorgegebener Einwirkzeit des Desinfektionsmittels alle Flächen mit Trinkwasser nachgewischt werden.

Ist der Vorgang der Desinfektion abgeschlossen, kann die Fläche nach Trocknung wieder genutzt werden.
In einigen Fällen muss jedoch zwingend die vorgegebene Einwirkzeit eingehalten werden, beispielsweise bei nachträglichem Kontakt mit Wasser, in Risikobereichen, z.B. bei erhöhter Infektionsgefahr, oder bei kontaminierten Flächen, sowie der Schlussdesinfektion.

Wie sinnvoll ist eine Sprühdesinfektion?

Bestenfalls sollte immer auf die Wischdesinfektion zurückgegriffen werden.
Lediglich an Stellen, wo dies nicht umsetzbar ist, kann gesprüht werden. Hierbei ist das nachwischen jedoch unerlässlich, da in der Regel durch den reinen Sprühnebel die Fläche nicht gleichmäßig und vollständig benetzt wird.
Das gesundheitliche Risiko hierbei ist ebenfalls nicht zu unterschätzen. Die gesprühten Partikel des Desinfektionsmittel, sowie aufgewirbelte Keime können eingeatmet werden und Reizungen, wie auch Erkrankungen führen.

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